Auswahl der richtigen Energieträger
Bei Sanierungen und beim Neubau stellt sich die Frage nach dem Energieträger, der in den nächsten 15-20 Jahren das Gebäude mit Wärme und Warmwasser versorgen soll.
Generell gilt: die beste Energie ist jene, die nicht benötigt wird, denn sie kostet nichts und verursacht keine Umweltschäden. Das bedeutet, dass sorgfältiger Umgang mit jeder Art von Energie das Um und Auf darstellt, dass gut gedämmte Wände und beste Fenster, gepaart mit gut geplanter passiver Sonnenenergienutzung, die Nachfrage an Energiemenge stark reduziert und damit die jährlichen Brennstoffkosten gering sind. Bei einem Heizkesseltausch, bei Sanierungen und energiesparenden Neubauten ist jedoch immer noch eine mehr oder weniger große Energiemenge notwendig, die von Energieträgern abgedeckt werden muss. Hier schwanken die Mengen und reichen von 20 Kilowattstunden (kWh) beim besten Gebäude, über 60 kWh beim normalen „Energiesparhaus“ bis zu 100 kWh bei einer guten Sanierung (alle Werte pro m beheizter Brutto-Geschossfläche und Jahr).
Vorab: es gibt nicht den richtigen Energieträger, sondern es gibt für jeden Energieverbraucher einen Energieträger, der unter Einbeziehung bestimmter Gesichtspunkte und Randbedingungen besser geeignet ist als ein anderer. Eine Energieberatung wird Ihnen bei der Entscheidung weiterhelfen. Stellen Sie sich den Fragen über die Verfügbarkeit des Energieträgers am Ort, die Anschaffungs-, Erschließungs- und Baukosten, die jährlichen Betriebskosten, den Platzbedarf für das Heizsystem und für das Brennstofflager, die Lieferantenabhängigkeit, mögliche Reparaturkosten, die Auswirkungen auf die Umwelt, den Kamin, mögliche Erweiterungen in naher Zukunft, die Bedienung der Anlage, Eignung für die Anforderungen.
Und: Neue Wärmeerzeugungsanlagen reagieren präzise und flink auf die vom Bewohner gestellten Anforderungen. Konventionelle Heizungen sind mit richtig eingesetzten Thermostatventilen und einer witterungsgeführten Regelung der Vorlauftemperatur ausgestattet. Der Kessel oder die Wärmepumpe ist an die Gebäudeheizlast genau angepasst. Die Wärmeverteilung erfolgt generell auf möglichst niedrigem Temperaturniveau um hohe Effizienz der Brennstoffausnützung und/oder den Einsatz von Sonnenenergie zu ermöglichen.
Heizung und Warmwasser
Die Heizung verbraucht im Haushaltsbereich mit Abstand die meiste Energie. Bei älteren Gebäuden sind es bis zu 80%, bei gut wärmegedämmten Gebäuden immer noch rund 50% des gesamten Energiebedarfs. In einem durchschnittlichen Haushalt entfallen ca. 60% auf die Heizung. Der Rest teilt sich in etwa 20% für die Warmwasserbereitung und rund 20% für elektrische Haushaltsgeräte und Beleuchtung auf.
Durch die Wahl des richtigen Heizsystems können die Heizkosten erheblich vermindert werden. Durch immer bessere Wärmedämmung und attraktive Tarife wird die Hauptheizung mit Strom vor allem für Niedrigenergiehäuser bzw. kleine Wohneinheiten zunehmend interessanter. Die Anschaffungskosten für solche Heizsysteme sind vergleichsweise gering.
Persönliche Bedürfnisse und Wohnverhältnisse müssen bei der Wahl des richtigen Heizsystems berücksichtigt werden.
In einem Ballungszentrum wie Wien sollten Fernwärme und Erdgas für die Raumheizung bevorzugt werden.




